Dienst- und Betriebsanweisungen

Begründung für die Ausarbeitung von Dienst- und Betriebsanweisungen

Der Betrieb von Kläranlagen und Abwasseranlagen muss durch Dienst- und Betriebsanweisungen geregelt sein, um den Anforderungen nach dem Stand der Technik und den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu genügen. Gleichzeitig benötigen die auf den Anlagen eingesetzten Mitarbeiter Anweisungen für nicht routinegemäße Situationen. Schließlich muss die Verantwortung in einem Unternehmen eindeutig zugeordnet und die Ablauforganisation dokumentiert sein. Andernfalls kann der Werkleitung eventuell ein Organisationsverschulden nachgewiesen werden.

Ohne die Ausarbeitung von Betriebsanweisungen und Dienstanweisungen kann es dazu kommen, dass wichtige Arbeiten, auch die, die zur Aufrechterhaltung der technischen Leistung der Kläranlage, d. h. der ordnungsgemäßen Abwasserbehandlung, nicht durchgeführt werden. Außerdem müssen die Meldewege eingehalten werden.


Rechtliche Grundlagen

Die gesetzlich geregelte Pflicht, Dienst- und Betriebsanweisungen für Anlagen der Abwasserentsorgung zu erstellen, ergibt sich für den Betreiber zunächst aus den entsprechenden Paragraphen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG, § 18a, b) des Landeswassergesetzes für das Land Rheinland-Pfalz (LWG, § 53, Beseitigungspflicht, § 56, Bau und Betrieb, § 57, Eigenüberwachung und § 58, Gewässerschutzbeauftragter). Außerdem gelten die Eigenüberwachungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz und die entsprechenden Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Regeln der Bereiche Unfallverhütung, Arbeitsschutz und Hygiene.
Ausarbeitung der Dienst- und Betriebsanweisung

Die Ausarbeitung der Dienst- und Betriebsanweisung erfolgt in Anlehnung an die ATV-Arbeitsblätter A 124, A 140, A 148 sowie A 199
Vorteile für den Anwender

Wenn im Bereich des Kläranlagenbetriebes und im Bereich der Abwasseranlagen nur in Teilbereichen eine Betriebsanweisung oder eine Dienstanweisung vorhanden ist, sind die Ausarbeitungen auf diesen beiden Gebieten anzuraten. Betriebsanweisungen und Dienstanweisungen dienen dazu, die Organisationsstruktur festzulegen, Meldewege zu vereinheitlichen und zu beschleunigen, Doppelarbeiten zu vermeiden und somit kostengünstig zu arbeiten.

Bei Betriebsstörungen werden die Organisations- und Meldewege vorgezeichnet und sind somit auf kürzestem Wege umzusetzen, um Schaden von Menschen, Material und Umwelt weitestgehend zu vermeiden.

Praktische Umsetzung der Dienst- und Betriebsanweisung:

Grundsatz bei unserer Ausarbeitung der DA/BA:

So wenig Papier wie möglich, soviel wie nötig

Jedes Werk und jeder Bäderbetrieb ist anders strukturiert,  hat unterschiedliche Organisationsformen und andere technische Randbedingungen

•    Es gibt deshalb keine Standard- DA und Standard-BA, die auf alle Organisationen passt
•    Vorgänge werden schriftlich festgehalten und geregelt,  die bisher nur mündlich abgesprochen waren
•    Wartungs- und Vorsorgegedanke wird verbessert und strukturiert.
•    Rechtssicherheit für alle Verantwortlichen und Wegfall des Organisationsverschuldens für die Werkleitung

Referenzen:

•    Wir haben bisher über 50 Dienst- und Betriebsanweisungen für die Bereiche „Abwasser“, „Trinkwasser“, „Bäderbetriebe“, "E-Werke" und "Gaswerke" ausgearbeitet.  Referenzen auf Anfrage

Praktisches Vorgehen bei der Ausarbeitung der Dienst- und Betriebsanweisung

•    Die Basisversion der Dienst- und Betriebsanweisung wird von uns als Datei geliefert
•    Jeder Teilbereich wird mit den Entscheidern in den Werken und Zweckverbänden vor Ort besprochen und den Gegebenheiten des Kunden angepasst
•    Der Entwurf der Dienst- und Betriebsanweisung wird in unserem Büro ausgearbeitet und dem Kunden als Datei weitergegeben
•    Ergänzung der Dienst- und Betriebsanweisung durch den Kunden
•    Schlussbesprechung mit allen technischen Mitarbeitern

Zeit zur Ausarbeitung bis zur Endversion: 3- 6 Monate

Zusätzliche Informationen