Indirekteinleiter

Aufbau eines Indirekteinleiterkatasters

Das Indirekteinleiterkataster dient der Erfassung aller gewerblichen Abwassereinleitungen. Ziel ist es, Probleme mit der Abwasserbehandlung in den Kläranlagen zu vermeiden.

Vorgehensweise:

Sämtliche relevanten Gewerbebetriebe im Bereich der Kommune erhalten einen Erfassungsbogen, in den sie die erforderlichen Grunddaten eintragen und an das Ingenieurbüro Stetzer zurückschicken.

Nach Auswertung dieses Erfassungsbogens in unserem Büro erfolgt eine Abschätzung der Betriebe hinsichtlich der Bedeutung für die Abwasserbehandlung.

Bei den entsprechend relevanten Betrieben erfolgen Detailabfragen und Betriebsbesuche. Im Rahmen der Betriebsbesuche werden dann die abwasserrelevanten Daten zusammen mit der Betriebsleitung ermittelt.

Die Notwendigkeit zur Ausarbeitung des Indirekteinleiterkatasters begründet sich auf den Pflichten der Betreiber der öffentlichen Abwasseranlagen nach dem Paragraphen 18 des Wasserhaushaltsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Entwässerungssatzung der Kommune. Danach muss der Betreiber einer Abwasserbehandlungsanlage überprüfen, dass nur Abwasser in die Kanalisation eingeleitet wird, das der allgemeinen Entwässerungssatzung entspricht.

Indirekteinleiterkontrolle

Im Auftrag der Kunden überwachen wir einmalig (zum Beispiel nach einem aktuellen Störfall) - oder über einen längerfristigen Auftrag regelmäßig - Industriebetriebe im Bereich Abwasser.

Der Auftrag kann auch ein Messprogramm über einen längeren Zeitraum oder eine einmalige Abwasserprobenahme, die Analytik und die Dokumentation umfassen.

Ungenehmigte Einleitungen

Sielhautuntersuchungen im Bereich einer Kläranlage

1.Vorbemerkungen:
Zu Zusammenhang mit der festgestellten hohen Blei- und Zinkbelastung des Klärschlammes auf der Kläranlage D soll durch Sielhautuntersuchungen im Bereich der Ortsgemeinde B die Emissionsquelle ermittelt werden.
Unter der Sielhaut versteht man den biologischen Bewuchs entlang der benetzten Oberfläche der Kanalwandung. In der Sielhaut werden die im Abwasser enthaltene Verbindungen (z. B. AOX oder auch Schwermetalle) angereichert und können daher nachgewiesen werden, vorausgesetzt, dass in der relevanten Zeit keine Kanalreinigung durch-geführt wurde.
Sielhautuntersuchungen können im gesamten Kanalnetz einer Kläranlage durchgeführt werden, um so einen Einleiter von schwermetallbelastetem Abwasser ausfindig zu machen.
2.Leistungen der Stetzer GmbH:
•    Aufnahme des IST-Zustandes
•    Organisation des Messprogrammes
•    Entnahme von X Sielhautproben im Bereich der Kläranlage D
•    Transport der Proben
•    Analytische Untersuchung der Sielhautproben auf die Parameter Blei und Zink
•    Dokumentation und zeichnerische Darstellung der Untersuchungsergebnisse
•    Beurteilung der Ergebnisse der Sielhautuntersuchungen
•    Ausarbeitung von Vorschlägen für das weitere Vorgehen

Die Methode der Sielhautanalytik lässt sich mit gutem Erfolg nicht nur für Schwermetalle, sondern auch für andere Parameter durchführen.

Zusätzliche Informationen