Messprogramme

Messprogramme für Abwasseranlagen

Fallbeispiel: A

Probleme mit der Sedimentation des Belebtschlammes im Nachklärbecken einer kommunalen Kläranlage

Bei dem Betrieb einer Kläranlage ergaben sich Probleme mit dem Absetzen des Belebtschlammes im Nachklärbecken. Die Ursachen dafür lagen zunächst in der Zusammensetzung des Belebtschlammes, der mit fadenförmigen Bakterien durchsetzt war und außerdem an dem erhöhten Abwasserdurchfluss bei Regenwetter am Zulauf der Kläranlage.

1. Ziel

Die Randbedingungen des Kläranlagenbetriebes wurden aufgenommen und ausgewertet. Ein Messprogramm am Zulauf der Kläranlage ermöglichte die Erstellung einer Kohlenstoff- und Nährstoffbilanz. Die Analytik zu dem Messprogramm wurde von der Stetzer GmbH durchgeführt.

Es wurden Vorschläge zur stabilen Betriebsweise der Kläranlage gegeben. Außerdem wurde eine Methode ausgearbeitet, damit die Überwachungswerte im Falle des Aufschwimmens von Belebtschlamm im Nachklärbecken sicher eingehalten werden konnten.

Zur Grundlagenermittlung wurde die Auslastung der Kläranlage hinsichtlich der zurzeit vorhandenen Zulauffrachten über ein Messprogramm festgestellt.

2. Leistungen der Stetzer GmbH:

•    Aufnahme des Ist-Zustandes und der verfahrenstechnischen Randbedingungen, Entnahme von Belebtschlamm für die Untersuchungen
•    Mikroskopische Untersuchung des Belebtschlammes - Messprogramm und Auswertung
•    Vorgabe Messprogramm
•    Analytik (Stetzer GmbH)
•    Messprogramm Trockenwetter
•    Messprogramm  Regenwetter
•    Auswertung der Messprogramme. Erstellung der Kohlenstoff- und Nährstoffbilanzen
•    Endbesprechung zu den o. g. Punkten

Fallbeispiel B:

Messprogramme für Frachtbestimmungen aus dem Einzugsgebiet von drei Kommunen in eine Kläranlage

1. Ziel

Über drei zeitversetzte Messprogramme sollen die aus acht Teilbereichen aus dem Einzugsgebiet von drei Kommunen in eine Kläranlage eingeleiteten abwasserrelevanten Frachten für den chemischen Sauerstoffbedarf (CSB), Ammonium-Stickstoff (NH4-N), Nitrat- Stickstoff (NO3-N) und Nitrit-Stickstoff (NO2-N) ermittelt werden. Bisher wurden die Gebiete anhand Einwohnerzahlen beurteilt, mit dem Messprogramm können die tatsächlich emittierten Frachten den einzelnen Einzugsgebieten zugeordnet werden.


2. Abwassertechnische Randbedingungen

•    Abwasserprobenahme an 7 Messstellen
•    Schacht vor Station 25
•    Pumpwerk 1
•    Pumpwerk 2
•    Pumpwerk 3
•    Pumpwerk 4
•    Pumpwerk 5
•    Pumpwerk 6

•    Probenahmeart: Zeitproportionale 24 h-Mischproben

•    Für die Probenahme werden die mobilen Probenahmegeräte der Stetzer GmbH eingesetzt.

•    Die relevanten Abwassermengen in 24 Stunden können vom Zweckverband Kläranlage über MID- Messungen an jeder Messstelle ermittelt werden

•    Die Messungen und die Probenahme erfolgt parallel an allen 8 Messstellen über 24 Stunden zeitproportional

•    Die Auswertung erfolgt in Absprache mit dem Auftraggeber

•    Das Messprogramm wird bei Trockenwetter durchgeführt

•    Es sollten insgesamt drei zeitversetzte Messprogramme in drei verschiedenen Kalenderwochen durchgeführt werden.

3. Leistungen der Stetzer GmbH

•    1 Ortstermin zur Aufnahme der Randbedingungen für den Einbau der Probenahmegeräte
•    1 Ortstermin zur Einrichtung von 8 Probenahmestellen
•    Programmierung der Geräte vor Ort
•    Einweisung des Betriebspersonals
•    1 Ortstermin zum Abbau der Geräte

•    Geräte- und ProbentransportAnalytik: 8 Tagesmischproben (24-h-Mischproben) werden im Labor der Stetzer GmbH auf die Parameter CSB, NH4-N, NO3-N, NO2-N und Pges. untersucht. Die Untersuchungen erfolgen nach dem entsprechenden DIN bzw. DEV-Verfahren

•    Auswertung und Dokumentation der Messergebnisse (Ausdruck als Tabellen und Grafik) nach den Anforderungen des Auftraggebers

Zusätzliche Informationen